Interaktion (TP4)

Ausgangssituation und Zielsetzung

Im Teilprojekt 4 liegt der Fokus auf der Verbesserung der Mensch-Roboter-Interaktion. Ziel des Teilprojekts ist es, die Akzeptanz des Roboters durch beidseitiges Verständnis und einfache Benutzerschnittstellen zu erhöhen. Dazu sollen verschiedene Benutzerschnittstellen sowohl zur Eingabe durch den Menschen als auch der Darstellung des Zustands des Robotersystems untersucht, evaluiert und implementiert werden. Neben den fehlenden Benutzerschnittstellen, leidet die Akzeptanz von Robotersystemen unter den fehlenden kognitiven Fähigkeiten, die eine Interaktion erschweren. Daher ist ein weiteres Ziel, dem Roboter eine gewisse Anpassungsfähigkeit an den Menschen zu geben.

Vorgehensweise

AP1: Im ersten Arbeitspaket wird der Informationsfluss vom Menschen zum Roboter behandelt. Intuitive Benutzerschnittstellen, wie beispielsweise Gestensteuerung oder Programmierung durch Vormachen werden hier evaluiert und implementiert.

AP2: Das zweite Arbeitspaket behandelt den Informationsfluss vom Robotersystem zum Menschen. Um dem Nutzer die Interaktion mit dem Roboter zu vereinfachen, werden Methoden und Technologien untersucht, mit denen der Systemzustand des Roboters dargestellt werden kann. Durch Projektionen beispielsweise können dem Menschen Bereiche angezeigt werden, in denen er sich aufhalten kann. Dies soll dem Nutzer ein besseres Verständnis verschaffen und die Interaktion somit erleichtern.

AP3: Die aus AP 1 und AP 2 gewonnenen Erkenntnisse sollen in diesem dritten Arbeitspaket vereint werden und den Dialog zwischen Mensch und Robotersystem ermöglichen. Durch direktes Feedback des Systems auf eine Eingabe des Menschen, kann der Mensch Reaktionen schnell erfassen und entsprechend darauf reagieren können. Als Beispiel kann hier haptisches Feedback angegeben werden, das auf eine Kollision eines Systems hindeuten könnte.

AP4: Im vierten Arbeitspaket sollen die Fähigkeiten des Robotersystems dahingehend erweitert werden, dass Intentionen des Menschen aus den Bewegungen interpretiert werden können, um damit die nächsten Schritte des Roboters einleiten zu können. Soll der Roboter einem Werker ein Bauteil übergeben, so muss aus dem Zustand des Menschen und seinen Bewegungen interpretiert werden, wann er bereit ist, das Bauteil entgegen zu nehmen. Damit soll erreicht werden, dass der Mensch in seiner Arbeit nicht vom Robotersystem gestört wird und somit die Akzeptanz erhöht wird.

Ansprechpartner

M.Sc.
Julia Berg
Fraunhofer-Gesellschaft
Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV
Provinostr. 52, 86153 Augsburg, Deutschland
Tel.: +49 (0)821-90678-153
Fax: +49 (0)821-90678-40
Julia.Berg(at)igcv.fraunhofer.de
www.igcv.fraunhofer.de